Archiv der Kategorie: Allgemein

Wo ist der Übergang von Physik zu Metaphysik?

Das Wichtigste in Kürze

Mit der Quantenmechanik wurden Phänomene entdeckt, die eher dem Geistigen als dem Physischen ähneln. Dies sind Quantensprung, Welle-Teilchen-Dualsimus, Unschärfe, Aufenthaltswahrscheinlichkeit, Tunneleffekt, Vakuum-Fluktuation und Verschränkung.


 Geisterhaftes Verhalten

Im heutigen Blog möchte ich Ihnen meine Lieblinge vorstellen. Es handelt sich dabei um Phänomene, die sich nicht an die grundlegenden Prinzipien unserer Welt halten. Sie sind extrem sprunghaft. Das Prinzip von Ursache und Wirkung spielt für sie keine Rolle. Sie sind Zwitterwesen deren Standort überall und nirgendwo zu sein scheint. Sie können mühelos unüberwindbare Barrieren durchdringen. Sie tauchen aus dem Nichts auf um sogleich wieder spurlos zu verschwinden. Eine spukhafte Fernwirkung verbindet sie untereinander quer durch Raum und Zeit und es gibt Wissenschaftler, die in ihnen die Quelle des Geistes vermuten. Nein, es handelt sich dabei nicht um Geister, Gespenster oder andere Wesen aus dem Reich der Metaphysik sondern um die Grundbausteine unserer Welt, die Quanten, also nüchterne Physik.

Sprunghafter Charakter

Quanten sind winzige Energieträger deren Energiepotentiale nicht kontinuierlich verlaufen sondern diskret, also sprunghaft. Die bekanntesten Vertreter aus dem Reich der Quanten sind Photonen und Elektronen. Wenn wir beispielsweise einem Wolframatom Energie zuführen, wird es diese eine Weile ohne erkennbare Wirkung aufnehmen bis es zu einem Quantensprung kommt. Dieser Quantensprung besteht darin, dass eines der Elektronen aus seiner Hülle auf eine höhere, energiereichere Ebene springt. Nach einiger Zeit will das Elektron aber wieder auf seine angestammte Ebene zurück springen. Das ist aber nur möglich, indem es die zuvor aufgenommene Energie wieder abgibt und dies erfolgt in Form der Emission eines masselosen Photons, also eines Lichtteilchens. (Hier eine schöne Animation dieses Vorgangs).

Dieser sogenannte Quantensprung ist also nichts weltbewegendes, wie es der Sprachgebrauch suggeriert, sondern genau das Gegenteil, nämlich die kleinstmögliche Änderung eines Energiepotentials. Soweit ist das Verhalten unserer Quanten nichts Spektakuläres sondern ist vergleichbar mit einem Rasterschalter, der eben nur endlich viele Positionen kennt. Je mehr Kraft wir aufwenden, umso weiter springt unser Schalter.

Ursache und Wirkung spielen keine Rolle

Doch ganz so einfach machen es uns die Quanten nicht. Denn während wir bei unserem Rasterschalter genau messen können, wie viel Kraft wir benötigen, damit er auf die nächste Stufe springt, ist das unseren Quanten herzlich egal. Während wir bei einem Wolframatom bereits mit einer kleinen Energiemenge einen Quantensprung und somit einen Lichtblitz auslösen können, weigert sich ein anderes selbst bei hoher Energie ein Fünkchen von sich zu geben und dann haben wir da noch ein drittes, das es mal einfach so, ganz ohne Energieeinfluss blitzen lässt. Wir kennen dieses Verhalten auch von radioaktiven Zerfallsprozessen, wo wir nie wissen, wann während der Halbwertszeit eines Elements ein Atom zerfällt. Was aber auch gut so ist, denn würden sie alle zum selben Zeitpunkt zerfallen, hätte dies eine Atomexplosion zur Folge. Erst wenn wir viele Atome gleichzeitig anregen entsteht das, was wir als Ursache und Wirkung kennen. Fügen wir also viele Milliarden Wolframatome zu einem Draht zusammen und schicken Energie hindurch können wir auf die Millisekunde genau sagen, wann und wie viel Licht emittiert wird.

Zwitterwesen

Wie ich bereits im vorangegangenen Beitrag beschrieben habe sind die Grundbausteine der Materie weder Teilchen noch Welle sondern irgendetwas dazwischen. Es gibt dazu einen simplen aber höchst beeindruckenden Versuch. Das sogenannte Doppelspaltexperiment. Wenn wir einen Stein ins Wasser werfen, so breiten sich kreisförmig Wellen auf der Oberfläche aus. Stoßen sie nun auf eine Wand mit zwei Öffnungen – das ist der Doppelspalt – so breitet sich an jeder Öffnung wieder eine kreisförmige Welle aus. Diese beiden Wellen treffen sich in der Mitte und da, wo Wellenberge aufeinander treffen, werden sie doppelt so hoch, Wellentäler werden doppelt so tief und wo ein Berg auf ein Tal trifft, löschen sie sich aus und das Wasser bleibt unbewegt. Trifft das Ganze auf eine Wand ergibt das ein schönes Streifenmuster aus Bergen und Tälern, ein sogenanntes Interferenzmuster. Genau das gleiche passiert, wenn wir Lichtwellen oder Elektronen durch einen Doppelspalt schicken. Das ist der Beweis, dass wir es mit Wellen zu tun haben.

Wenn wir nun einzelne Elektronen durch den Doppelspalt schicken, hinterlassen sie an der Wand aber nur einen Punkt. Sie verhalten sich also wie ein Teilchen. Schicken wir aber viele Elektronen im Abstand von ein paar Sekunden nacheinander durch den Doppelspalt, so ist die Summe aller Pünktchen nicht gleichmäßig verteilt, wie wir es von Teilchen erwarten würden, sondern wir bekommen wieder ein Interferenzmuster. Die Erklärung ist einfach, wir haben es in Wirklichkeit bei jedem einzelnen Elektron mit einer Welle zu tun, die beim Durchgang durch den Doppelspalt mit sich selbst interferiert und da, wo die Welle zuerst die Wand berührt, einen Punkt hinterlässt.

Doch es wird noch verrückter, wenn wir nämlich beobachten durch welchen Spalt die einzelnen Elektronen tatsächlich gehen, dann gibt es am Ende ein gleichverteiltes Punktmuster und keine Interferenz. Mit anderen Worten, schauen wir hin, ist unser Elektron ein Teilchen, fühlt es sich unbeobachtet ist es eine Welle. (Hier finden sie eine schöne Animation des Doppelspalt-Experiments)

Quantenautos bekommen keine Strafzettel

Wären unsere Autos Quanten, dann hätte es die Polizei schwer, uns einen Strafzettel zu erteilen. Denn die Heisenbergsche Unschärferelation besagt, dass ich bei Quanten zeitgleich nie genau ihren Ort und ihre Geschwindigkeit messen kann. Je genauer ich den Ort kenne, desto weniger kann ich über die Geschwindigkeit aussagen und umgekehrt. Das Ganze hat übrigens nichts mit Messungenauigkeiten zu tun sondern ist ein mathematisch berechenbares Grundprinzip. Auf unser Auto übertragen würde es bedeuten, dass ein Blitzer zwar exakt feststellen kann, um wie viel wir eine Höchstgeschwindigkeit überschritten haben, doch er kann nicht sagen, ob wir gerade auf der Nebenstraße mit Tempo 30 Limit fahren oder auf der nahegelegenen Autobahn. Auch dieses Verhalten hat etwas mit dem Welle-Teilchen-Dualismus zu tun. Je genauer wir den Ort eines Elektrons kennen, desto mehr reduzieren wir es auf ein Teilchen. Ganz zum Teilchen wird es, wenn wir es an die Wand knallen lassen und anhand des Einschlagpunkts seine exakte Position bestimmen können, doch dann haben wir alle Information über seine Geschwindigkeit verloren. Um diese messen zu können, müssen wir uns jedoch die Wellenausbreitung anschauen und dann können wir noch nicht einmal sagen, durch welchen Spalt das Elektron nun wirklich geht.

Überall im Universum

Sie werden jetzt vielleicht einwenden, dass wir aber trotzdem sehr genau wissen, in welchem Draht oder auf welcher Leiterbahn sich ein Elektron befindet. Aber selbst darauf lassen sich Quanten nicht festlegen. Wir können nur Aussagen über ihre Aufenthaltswahrscheinlichkeit treffen. Bei unseren Elektronenbahnen ist di e Aufenthaltswahrscheinlichkeit einfach nur größer als in den Bereichen dazwischen. Theoretisch könnte ein Elektron aber auch mal einen kleinen Ausflug ans Ende des Universums unternehmen, das ist zwar unendlich unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Dazu kann man sich auf Wikipedia wunderschöne Formeln angucken: http://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthaltswahrscheinlichkeit

Wie ein Geist durch die Wand

Ich persönlich bevorzuge Beispiele, die diese Behauptung mit der Aufenthaltswahrscheinlichkeit verdeutlichen. Und hier eignet sich hervorragend der Tunneleffekt. Dabei handelt es sich um einen Effekt der in der klassischen Physik undenkbar ist. Auch für Elementarteilchen gibt es theoretisch unüberwindbare Hürden, je nach Teilchen sind das z.B. eine dünne Metallfolie oder eine kurze Strecke im Vakuum. Auch wenn die Teilchen die Energiebarriere dieser Hürde nicht überwinden können, sinkt ihre Aufenthaltswahrscheinlichkeit für Bereiche hinter der Barriere nur ab, wird aber nicht Null. So schafft es ein gewisser Anteil von Quanten tatsächlich auf der anderen Seite der Barriere wieder aufzutauchen, so als hätten sie einen Tunnel benutzt. Im Makroskopischen Raum wäre das vergleichbar mit einem Geist, der durch Wände gehen kann. Dass wir das in Wirklichkeit nicht können, liegt daran, dass alle Quanten eines Organismus gleichzeitig auf die Idee kommen müssten, ihr Glück auf der anderen Seite der Wand zu suchen. Nun sind Quanten ohnehin sehr eigenwillig und sträuben sich gegen koordiniertes Handeln. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Quanten gleichzeitig dieselbe Wand durchtunneln und auf der anderen Seite in der gleichen Konstellation wieder herauskommen geht deutlich gegen Null. Doch haben wir es bei einem menschlichen Körper nicht mit zwei sondern mit geschätzten 100 Quadrilliarden Quanten zu tun, was wiederum in etwa dem Durchmesser des Weltalls in Millimetern entspricht. Wenn Ihnen also jemand erklären möchte, dass der Tunneleffekt ein Beweis dafür ist, dass Gespenster oder Gurus in der Lage sind, durch Wände zu gehen, glauben Sie ihm besser nicht. Deutlich glaubwürdiger ist der Wikipedia-Beitrag zum Tunneleffekt: http://de.wikipedia.org/wiki/Tunneleffekt

Aus dem Nichts auftauchen

Aber es geht noch weiter. Wenn diese Aufenthaltswahrscheinlichkeit für ein Teilchen für das gesamte Universum gilt, so müssten Teilchen sogar irgendwo weit draußen im Weltraum einfach so auftauchen und gleich wieder verschwinden. Man nennt das auch Vakuumfluktuation. Hierzu überlegte sich der Physiker Hendrik Casimir einen trickreichen Versuch. Dabei ging er davon aus, dass zwischen zwei sehr engstehenden Platten im Vakuum weniger Teilchen auftauchen als außerhalb der Platten. Folglich müssten diese virtuellen Teilchen diese beiden Platten mit einer gewissen Kraft zusammenpressen. Diese Kraft nennt sich auch Casimir-Druck. Mehr dazu hier: http://www.chemie.de/lexikon/Casimir-Effekt.html

Die spukhafte Fernwirkung

Die Mathematik der Quantenmechanik hat eine weitere Besonderheit, die Erwin Schrödinger als erster postulierte. Nämlich die Verschränkung von Quanten. Ein typisches Beispiel ist ein Lichtstrahl der an einem halbdurchlässigen Spiegelprisma in zwei unterschiedliche Teilstrahlen aufgespalten wird. So einen Strahlteiler darf man sich nicht als Gitter vorstellen, bei dem einfach nur ein Teil der Teilchen abprallt und der andere durchkommt. Es findet tatsächlich eine Aufspaltung der Photonen statt. Das bedeutet, aus einem Photon mit einer gewissen Energie entstehen zwei Photonen die gemeinsam so viel Energie enthalten, wie das ursprüngliche Photon. Je nach Strahlteiler können die beiden Photonen unterschiedliche Polarität oder auch eine andere Farbe aufweisen. Das Besondere an den Photonen ist nun, dass sie miteinander verschränkt sind. Albert Einstein befand diese These nicht besonders überzeugend, denn, so schloss er, würden Änderungen an dem einen Photon auch einen Einfluss auf seinen Zwillingsbruder haben und das sogar wenn beide räumlich voneinander getrennt sind. Er nannte das ganze spukhafte Fernwirkung und ging davon aus, dass dies unmöglich sei und somit auch die Thesen der Quantenmechanik widerlegt wären. Doch er sollte sich irren. Heute wissen wir, dass es diese spukhafte Fernwirkung gibt und es gibt zahlreiche Experimente mit denen dieses unerklärliche Verhalten bestätigt wurde. Das Paradoxe daran ist, dass die Information zwischen beiden Quanten instantan, also ohne Zeitverzug und somit wahrscheinlich sogar unendlich schnell übertragen wird, was allen physikalischen Gesetzen widerspricht.

Die geheimnisvolle Quelle des Geistes

Viele Esoteriker aber auch durchaus seriöse Wissenschaftler halten die Quanten aufgrund ihrer faszinierenden Eigenschaften als Quelle unseres Geistes. Am schönsten hat es der ehemalige Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik Hans-Peter Dürr formuliert: „Was wir am Ende allen Zerteilens vorfanden, waren keine unzerstörbaren Teilchen, die mit sich selbst identisch bleiben, sondern ein feuriges Brodeln, ein ständiges Entstehen und Vergehen, etwas, das mehr dem Geistigen ähnelt – ganzheitlich, offen, lebendig.”

Eines steht auf jeden Fall fest, die Welt der Quanten steht in ihren Eigenschaften der Welt des Geistigen, des Metaphysischen offensichtlich näher als unserer physischen, materiellen Welt. Somit dürfte hier auch der Übergang zwischen diesen zwei so unvereinbaren Welten liegen.

Gibt es eine metaphysische Welt?

Das Wichtigste in Kürze

Trotz der bisherigen Argumente für eine metaphysische Welt, passt sie so gar nicht zu unseren Schulweisheiten und unserer Alltagserfahrung. Doch gerade die Physik mit Atom-, Quanten- und Astrophysik liefert die überzeugendsten Belege für die Existenz einer metaphysischen Welt.


 Entgegen aller Schulweisheit

Wie in den Beiträgen zur Wirkung von Gebeten, zur Realität unseres eigenen Geistes und zu übersinnlichen Phänomenen bereits ausführlich beschrieben, gibt es offensichtlich tatsächlich so etwas wie eine metaphysische Welt, die über die der Physik hinausgeht. Oder um es mit Shakespeare zu sagen: „Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt“.

Doch tun wir uns immer noch schwer mit diesem Gedanken an die Existenz einer metaphysischen Welt. Die drei oben genannten Beispiele passen eben so gar nicht zu unseren Schulweisheiten, bei denen seit Shakespeare das Metaphysische sicher nicht mehr geworden, sondern gänzlich verschwunden ist. Und auch zu unserer Alltagserfahrung passen sie genauso wenig, denn die ist nüchtern, materiell und völlig frei von Übersinnlichem. Und selbst die Tatsache, dass sich unser Geist nicht mit den Naturwissenschaften erklären lässt, überzeugt uns nur wenig, denn er ist zu selbstverständlich, zu natürlich, zu alltäglich.

Die Physik liefert die Argumente

Ironischer Weise stammen die überzeugendsten Argumente für die Existenz einer metaphysischen Welt von den Naturwissenschaften, die seit Galileo alles daran gesetzt hatten, die Menschheit aus dieser naiven Welt des Aberglaubens zu vertreiben. Und hier sind es gleich drei Disziplinen, die die Türe wieder aufstoßen hin zur Metaphysik.

Es gibt keine feste Materie

Die erste Disziplin ist die Atomphysik. Lange Zeit war man der Überzeugung, mit den Atomen die letzten Grundbausteine der Materie entdeckt zu haben. Es galt das Bild von kleinen Billardkugeln, den Protonen, Neutronen und Elektronen, die sich wunderbar mit unserer Vorstellung einer materiellen Welt von Ursache und Wirkung vereinbaren ließen. Doch bald schon zeigte sich, dass auch diese Grundbausteine teilbar sind und sich so gar nicht wie feste Teilchen verhalten. Der Physiker Louis de Broglie fand heraus, dass der Welle-Teilchen-Dualismus auf jegliche Materie anzuwenden ist. Mit anderen Worten, das was wir als feste Materie erleben, sind in Wirklichkeit stehende Wellen im Raum, deren Verhalten nicht mehr deterministisch sondern nur noch nach Wahrscheinlichkeiten zu beschreiben ist.

Das Ende von Ursache und Wirkung

Hieraus ging die zweite Disziplin, die Quantenphysik hervor, die unsere gesamte Vorstellung von einer greifbaren und mit Ursache und Wirkung beschreibbaren Welt über den Haufen wirft. Auch wenn die Schulphysik so ihre Probleme mit der Quantentheorie hat, die Esoteriker haben sie begeistert aufgenommen und zahllose Ansätze wie z.B. Quantenheilung oder Quantenintelligenz entwickelt. Nicht alle dieser Ansätze sind seriös und so hat mit ihnen die Quantenphysik einen zweifelhaften Beigeschmack erhalten. Im Beitrag „Wo ist der Übergang von Physik zu Metaphysik?“ werde ich mich daher etwas ausführlicher den wissenschaftlich erwiesenen Phänomenen der Quantenmechanik widmen.

Unsere bekannte Welt ist die Ausnahme

Doch nicht nur im Allerkleinsten, sondern auch im Allergrößten stößt die Physik an ihre Grenzen. Es ist die Astrophysik, die uns am eindrucksvollsten aufzeigt, wie wenig wir tatsächlich über die wahre Natur der Dinge wissen. Unser Schulwissen vermittelt uns den Eindruck, dass wir mit den Naturwissenschaften 99 Prozent der realen Welt hinlänglich genau beschreiben können und die Lösung des letzten Prozents nur noch eine Frage der Zeit ist. Doch ganz das Gegenteil ist der Fall. Unsere Naturwissenschaften beschreiben nämlich nur die Welt der bekannten Materie, doch die ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Sie hat nämlich weniger als 5 Prozent Anteil an der Masse und Energie unseres Universums, der stattliche Rest von über 95 Prozent sind dunkle Materie und dunkle Energie. Beides konnte anhand von Gravitationseffekten nachgewiesen werden, doch was sich genau dahinter verbirgt ist uns noch völlig unbekannt.

Wohnen hier die Drachen?

Von daher können wir die Existenz einer Welt des Nichtmateriellen, nämlich eine Welt des Geistigen, des Metaphysischen als bewiesen ansehen. Doch es ist sehr schwer Aussagen über diese Welt zu treffen. Der reine Nachweis ihrer Existenz, sagt noch nichts über ihre Natur aus. Wir sollten nicht den Fehler begehen und das sofort auch als Beleg für die Existenz von Fabelwesen, Engeln oder Magie anzusehen.

Haben Gebete eine Wirkung?

Das Wichtigste in Kürze

Die Wirkung von Gebeten wurde in zahlreichen Studien untersucht. Seriöse Studien konnten keine positiven Effekte ermitteln. Bei der STEP-Studie trat sogar ein negativer Gebetseffekt auf. Doch eben der ist ein sicherer Beweis für die metaphysische Wirkung von Gebeten.


Ohne Gebete kein Glaube

Es gibt keine Religion bei der kein Dialog zwischen den Gläubigen und Gott stattfindet. In diesen Gebeten danken wir Gott für das Gute was uns widerfährt aber vor allem richten wir dabei Bitten an Gott. Und genau darin hat der Begriff Beten seinen Ursprung, nämlich im Wort Bitten. Wenn also Gebete grundsätzlich keine Wirkung hätten, würde einer der wichtigsten Grundpfeiler des Glaubens wegbrechen.

Gebete ins Labor

Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Glaubensfragen müsste sich die Wirkung von Gebeten wissenschaftlich sehr genau analysieren lassen, denn wir haben mit dem Gebet eine gezielt steuerbare Ursache, können sie durch entsprechend viele Probanden beliebig skalieren und dann die erzielte Wirkung erfassen und statistisch auswerten.

Hoaxes statt Beweise

Also befragte ich mal wieder Google und stieß sofort auf einen euphorischen Artikel über den wissenschaftlichen Beweis für die Kraft von Gebeten durch einen berühmten Wissenschaftler namens N.J. Stovell. Angeblich hatte der im Moment des Todes einer alten Dame während ihres letzten Gebetes auf einem nicht näher beschriebenen Messgerät einen 55-mal stärkeren Ausschlag gemessen, als bei einem starken Rundfunksender. Als Elektroingenieur kam mir das schon mal recht seltsam vor, denn Funkwellen von solcher Stärke würden massive Störungen hervorrufen und sind auch nicht ganz ungefährlich. Als dieser Stovell auch noch beim Tod eines bösen Menschen einen entsprechend hohen negativen Ausschlag nachwies staunte ich nicht schlecht. Denn mir ist zumindest kein Messgerät bekannt, das negative Funkenergie misst, denn es handelt sich bei Funkwellen um Schwingungen um einen Nullwert. Das ist wie bei Wellen auf dem Meer, wir haben Wellenberge und Wellentäler, es gibt keine rein positiven oder rein negativen Wellen. Als ich dann auf die Suche nach diesem „berühmten“ Wissenschaftler ging, stieß ich stets nur auf diesen seltsamen Bericht, der aus dem Buch „The Prayer Complement“ stammte und ungeprüft in deutschsprachigen Foren und auch Büchern widergegeben wurde. Nur einen US-amerikanischen Kern- oder Molekularwissenschaftler (auch hier war der Artikel vage) namens Stovell geschweige denn Veröffentlichungen von ihm konnte ich nicht finden. Nachdem der Artikel explizit von einem „berühmten“ Wissenschaftler spricht, können wir von einem typischen Hoax, also einer gezielten Falschmeldung ausgehen, die gerade zum Thema Gott und Glauben recht schamlos und nicht erst seit der Erfindung des Internets verbreitet werden. Schade eigentlich, da solche meist gut gemeinten Schummeleien der Sache eher schaden als zu helfen, denn so fühlen sich Zweifler in ihrer Überzeugung, dass das eh alles nur Aberglaube und Betrug ist, bestätigt.

Ernüchterung macht sich breit

Also weiter auf die Suche nach seriösen Studien. Schnell stellte sich heraus, dass hier besonders US-amerikanische Forschungseinrichtungen aktiv sind, die eher dem christlich fundamentalistischen Lager zuzuordnen sind. Etwas skeptisch las ich mich in die Berichte ein und staunte nicht schlecht. Denn neben einigen wenig überzeugenden kleineren Studien, die nicht den wissenschaftlichen Standards genügen, gibt es tatsächlich zwei großangelegte Studien, die mit wissenschaftlich sauberen Methoden und statistisch relevanten Ergebnissen aufwarten. Die eine, Mantra II genannt, wurde von Prof. Mitchell W. Krucoff an der Duke-University in North-Carolina durchgeführt. Bei 748 Patienten die sich einem Eingriff am Herzen unterziehen mussten wurde die Wirkung fremder Gebete überprüft. Das Ergebnis war ernüchternd, es gab schlicht keine Wirkung.

Wirkungslosigkeit ist die Realität

Doch sein wir uns mal ehrlich, deckt sich das nicht durchaus mit unserer Alltagserfahrung? Wann haben Gebete wirklich gegen schlimme Dinge geholfen? Weder konnten sie Genozid, die Schändung heiliger Stätten noch aktuelle Gräueltaten von ISIS und anderen Terroristen verhindern. Auch dem Leid auf Kinderkrebsstationen scheinen sie nicht wirklich Einhalt zu gebieten. Ich sehe schon vor meinem inneren Auge das zufriedene Nicken aller Atheisten. Eigentlich könnte ich doch jetzt diesen Blog schließen, denn wie viel mehr Beweis ist noch nötig, um diesen ganzen Gottes-Hokus-Pokus endgültig aufzugeben?

Es kommt noch schlimmer

Doch so einfach ist es nicht. Denn es gab 2006 eine weitere, noch größer angelegte Studie von Prof. Herbert Benson, einem Kardiologen an der renommierten Harvard-Universität in Boston. Auch hier sollte überprüft werden, ob Fürbitten fremder Personen bei einer Herz-OP und der anschließenden Heilung eine positive Wirkung haben. Über 1800 Patienten nahmen an der Studie teil, doch die erhoffte positive Gebetswirkung blieb nicht nur aus, sondern es traten bei den Patienten für die gebetet wurde um 14 Prozent häufiger Komplikationen auf, als bei der Vergleichsgruppe für die nicht gebetet wurde. (Hier eine genaue Beschreibung der Studie: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/407059/richten-gebete-kranke-menschen-schaden.html)

Atheisten bitte setzen

Keine Wirkung von Gebeten, damit können wir ja noch leben, aber eine signifikant negative Wirkung – 14 Prozent sind bei so einer Untersuchung ein gewaltiger Wert – das geht ja gar nicht. Auch wenn Sie sich als überzeugter Atheist vielleicht gerade köstlich darüber amüsiert haben, dass diese Studie so richtig schön nach hinten losgegangen ist, sollten Sie sich jetzt gut hinsetzen, denn was nun kommt, dürfte ihr Weltbild weitaus stärker erschüttern, als dies ein positives Ergebnis der Studie getan hätte.

Eine Ohrfeige für Christen und Atheisten

Ein positives Ergebnis hätten Sie nämlich einfach mit dem Standardargument zurückweisen können, dass hier sicher wieder jemand geschummelt hat. Bei einem negativen Ergebnis können wir aber davon ausgehen, dass Professor Benson nicht gemogelt hat, denn er wollte ja genau das Gegenteil beweisen. Und nun kommt es: Nur solange Gebete keine Wirkung haben, können Sie als Atheist davon ausgehen, dass auf der anderen Seite auch keiner sitzt und darauf reagiert. Haben Gebete jedoch eine Wirkung, so bedeutet es, dass hier etwas Spirituelles gewirkt hat, und dabei spielt es keine Rolle, ob die Wirkung nun positiv oder negativ ist. Das ist so, als würden Sie sich mit einem Freund darüber streiten, ob einer Götterstatue nun ein Geist innewohnt oder nicht. Wenn nun die Figur auf die Gebete Ihres Freundes reagiert, ganz gleich ob sie ihm einen Wunsch erfüllt oder ihm eine runterhaut, dann ist das ein eindeutiger Beweis dafür, dass Ihr Freund Recht hat.

Ratlosigkeit bei den Auftraggebern

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie müssen wir diese 14 Prozent Ohrfeige interpretieren? Nachdem die STEP-Studie sich an höchste wissenschaftliche Standards gehalten hat, können wir schon mal methodische Fehler ausschließen, was den Auftraggebern der Studie sicher massive Kopfschmerzen bereitet hat. Die These, dass Gott, oder welcher wie auch immer geartete Geist mit den Gebeten erreicht wurde, keine Macht über uns besitzt, können wir ebenfalls verwerfen, denn jede Form von messbarer Reaktion ist ein Beleg dafür, dass ein metaphysicher Geist durchaus auf uns wirken kann.

Ist Gott vielleicht gar nicht gut?

Sehr beunruhigend ist die Schlussfolgerung, dass Gott in Wirklichkeit böse sein könnte. Wir beten und statt uns zu helfen schadet er uns. Irgendwie scheint das gut zu der Tatsache zu passen, dass Nazigrößen ungehindert ihre Gräueltaten wirken konnten, um nach Kriegsende sogar noch Unterstützung durch die katholische Kirche bei ihrer Flucht nach Südamerika zu erhalten. Ja selbst Adolf Hitler konnte allen Attentaten unbeschadet entkommen, fast so als hätte sein Schutzengel sich besonders für ihn engagiert.

Göttliche Verärgerung

Doch anstatt gleich die Herrschaft des Antichristen heraufzubeschwören sollten wir zunächst nach einer anderen, plausibleren Erklärung Ausschau halten. Diese Abweichung um 14 Prozent ist zwar signifikant aber nicht dramatisch. Eben eine schmerzhafte Ohrfeige und nicht gleich das Wirken satanischer Kräfte. Doch warum sollte Gott verärgert auf dieses durchaus wohlgemeinte Experiment reagiert haben? War es Blasphemie, ihn, den Allmächtigen mit der seelenlosen Methodik der Wissenschaft auf die Probe zu stellen? Lag es an den Gebeten selbst, die ja nicht aus tiefer innerer Überzeugung gesprochen wurden, sondern aufgrund eines wissenschaftlichen Leitfadens vorgegeben waren? Das könnte ähnlich in die Hose gehen, wie der Versuch, die Wirkung von Liebeserklärungen zu messen, indem man zufällig ausgewählte Männer beauftragt, ebenso zufällig ausgewählte Frauen anzusprechen und dabei standardisierte Texte aufzusagen.

Papa wird’s nicht richten

Vielleicht ist die Reaktion aber gar keine schallende Ohrfeige sondern nur ein liebevoller Klaps eines genervten Vaters, der möchte, dass seine flügge gewordenen Kinder nun endlich lernen, auf eigenen Beinen zu stehen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Denn eins ist klar, wäre die STEP-Studie ein Erfolg gewesen, wäre das einem Freibrief gleich gekommen, nach dem Motto, egal was ihr Menschen auch verbockt, Papa wird’s schon richten, ihr müsst einfach nur intensiv genug beten. Doch die Botschaft der STEP-Studie könnte auch folgendermaßen interpretiert werden: „Ja, ich bin da. Ja, ich höre eure Gebete, aber so bitte nicht. Ich bin weder euer Versuchskaninchen noch euer Problemlöser.“

Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott

Ich glaube nicht, dass das gleich bedeutet, dass wir am besten gar nicht mehr beten. Doch vielleicht sollten wir bei der Wahl unserer Gebete umdenken und in der Zwiesprache mit Gott ähnlich besonnen sein, wie im Gespräch mit jemandem, den wir sehr schätzen. Denn bei einer solchen Person werden wir auch nicht auf die Idee kommen, sie mit Kleinigkeiten und Experimenten zu nerven. Darüber hinaus können wir bereits heute mit großer Sicherheit sagen, dass eigene Gebete von Menschen in Not durchaus positiv wirken. Selbstheilungskräfte werden verstärkt und allein die Hoffnung gibt einem die Kraft, Probleme selbst zu lösen. Nur ob diese positive Wirkung ausschließlich auf psychologischen Effekten basiert oder ob Gott vielleicht auch noch seinen Teil dazu beiträgt lässt sich nicht klären. Und ich fürchte, eine entsprechende Untersuchung könnte ähnlich scheitern wie die STEP-Studie.

Gibt es übersinnliche Phänomene?

Das Wichtigste in Kürze

Übersinnliche Phänomene können weder wirtschaftlich noch militärisch zuverlässig genutzt werden. Daher wurden staatliche Programme eingestellt und Hochschulfakultäten geschlossen. Es gibt aber verlässliche Beweise für ihre Existenz.


Betrug oder Realität?

Um ehrlich zu sein, bin ich sehr skeptisch, was übersinnliche Phänomene anbelangt. Letztendlich lässt sich doch vieles auf natürliche Ursachen zurückführen oder ist schlichtweg Betrug, was es den Zweiflern natürlich einfach macht. Wenn ich herausfinde, dass einige perfekte Kornkreise das Werk von Spaßvögeln ist, ist natürlich stets der Zweifel da, ob die anderen Kornkreise nicht auch Menschenwerk sind. Das Gleiche gilt für die ganz großen Illusionisten wie David Copperfield, die uns stets vor Augen führen, wie leicht es doch ist, uns Zuschauer hinters Licht zu führen.

Unglaubliche Zufälle

Ich persönlich habe nur sehr wenige Erlebnisse, die ich in die Kategorie „Übersinnliches“ einordnen würde. Da sind zum einen all die seltsamen Zufälle, auch als Synchronizitätsphänomene bekannt. Das sind Erlebnisse, bei denen ich gerade in einem Moment an eine Person und ein Ereignis gedacht habe und wenige Momente danach läuft mir diese Person über den Weg oder ruft mich an, bzw. das Ereignis tritt ein. Isoliert betrachtet sind solche Zufälle statistisch höchst unwahrscheinlich, da sie jedoch völlig ungeplant und eher selten auftreten, würde ich mir nicht gleich hellseherische Fähigkeiten zuschreiben wollen. Trotzdem widmeten sich der Psychoanalytiker C.G. Jung und der Physiker Wolfgang Pauli (siehe auch Pauli-Effekt) sehr intensiv diesem Phänomen.

Der Lucky-People-Effekt

Ein weiteres Phänomen ist für mich der Lucky-People-Effekt, man kann ihn auch als Schutzengel bezeichnen, wobei ich mit der Vorstellung von Engeln so meine Probleme habe. Letztendlich geht es dabei um Situationen, in denen ich einfach nur unglaubliches Dussel hatte. Das fing schon als ganz kleines Kind an, als ich in einen See gefallen war und sicher ertrunken wäre, hätte mein Vater nicht genau in dem Moment die Eingebung gehabt, nach mir zu schauen. Ein Andermal kam ich mit über 140 km/h ins Schleudern und raste auf eine Autokolonne zu. Ich bereitete mich schon auf den unvermeidlichen Einschlag vor, doch mein Wagen rutschte wie beim Slalomfahren zwischen den entgegenkommenden Fahrzeugen von einer Straßenseite zur anderen hin und her ohne dabei auch nur ein einziges zu berühren. Ich habe mal zusammengezählt, wie oft ich bei solchen Aktionen unbeschadet davongekommen bin und kam auf über 15 extrem kritische Momente, die tödlich hätten enden können. Dem gegenüber stehen gerade einmal vier Unfälle, bei denen ich mir etwas gebrochen habe, wobei nie eine wirklich schwere Verletzung dabei war. Auf YouTube findet man unter dem Suchbegriff „Lucky People“ tonnenweise Material von derart unglaublichem Glück.

Die Geheimnisse liegen in den Karten

Gelegentlich ziehe ich auch mal eine Tarotkarte, die mir als Entscheidungshilfe oder Inspiration dienen soll. Ich muss dazu sagen, dass ich mir selbst nie die Karten habe legen lassen und auch nicht wirklich überzeugt bin von jeglicher Form von Wahrsagerei. Wie ja schon im Beitrag „Gibt es überhaupt einen freien Willen?“ ausgeführt, würde uns die Tatsache echter Vorhersehung des freien Willens berauben. Ich setze das Ziehen von Tarotkarten eher so ein, wie das Werfen einer Münze oder eines Würfels. Im Allgemeinen halte ich es prinzipiell für bedenklich, wichtige Lebensentscheidungen Münzen, Würfeln oder Karten zu überlassen. Daher greife ich auch nur extrem selten auf diese Entscheidungshilfe zurück und meist nur dann, wenn alle anderen Formen der Entscheidungs- oder Ideenfindung gescheitert sind und mich selbst mein Bauchgefühl im Stich lässt. Wenn dies dann doch mal der Fall ist, nutze ich das Primavera-Tarotdeck, zu dem es ein recht gutes Begleitbuch mit ausführlicher Beschreibung zu jeder Karte gibt. Der Schlüssel sind natürlich diese Beschreibungen, die ähnlich allgemeingültig gehalten sind, wie Horoskoptexte, so dass jede Karte einem das Gefühl gibt, irgendwie auf die Fragestellung zu passen. Dennoch habe ich überraschend häufig den Eindruck, dass eine Karte besonders zutreffend ist und oft helfen die Beschreibungen, meine Fragestellung mal von einer ganz anderen Sicht aus anzugehen.

Verblüffende Wirkung Systemaufstellungen

Für mich am überzeugendsten waren bisher jedoch sogenannte Familien- oder Systemaufstellungen. Ich habe mehrfach an solchen Aufstellungen teilgenommen und war stets von den Ergebnissen die dabei erzielt wurden schwer beeindruckt. Vom Prinzip war es immer ähnlich, auch wenn die Teilnehmer und die Leiter der Aufstellung jedes Mal andere Personen waren. Dabei kannte ich nur wenige der Anwesenden, was für eine Systemaufstellung auch unerheblich ist. Ziel dieser Aufstellungen war es, ungelöste, meist unterbewusste Blockaden zu identifizieren, die den Teilnehmern das Leben schwer machten. Zunächst galt es, eine Situation zu finden, in der das Problem besonders stark zu Tage tritt um anschließend Personen zu identifizieren, die wir direkt oder auch indirekt mit dem Problem in Verbindung brachten. Im nächsten Schritt wählte der nach einer Lösung Suchende dann aus dem Teilnehmerkreis sogenannte Repräsentanten aus, die für die Problempersonen stehen sollten. Diese wurden durch ihn dann räumlich so zueinander positioniert, bis er das Gefühl hatte, die entsprechende Problemsituation treffend widerzugeben. Und nun kam das stets Spannende. Die aufgestellten Personen, die weder den Aufstellenden kannten, noch Hintergrundinformationen über die Person hatten, die sie repräsentierten, sollten beschreiben, wie sie sich in ihrer Rolle fühlen. Diese Beschreibungen brachten zum Teil düstere Familiengeheimnisse zu Tage, die der Aufstellende später tatsächlich bestätigt fand. Auch ich erlebte so manche Überraschung sowohl als Aufstellender als auch als Stellvertreter. Die Wirksamkeit solcher Systemaufstellungen ist wissenschaftlich erwiesen (siehe dazu die Arbeiten an der Universität Witten), doch über welche Kanäle die Stellvertreter ihre zum Teil verblüffend detaillierten Informationen beziehen ist noch ungeklärt.

Ende des parapsychologischen Hypes

Auch wenn wohl jeder ähnliche Erfahrungen gesammelt hat, würde ich mich jedoch hüten, aus den oben beschriebenen Erlebnissen gleich den Beweis für übersinnliche Phänomene ableiten zu wollen. Hierzu ist es nötig, unter kontrollierten Bedingungen jegliche Form von Täuschung auszuschließen und die Ergebnisse statistisch eindeutig von Zufallsergebnissen abzugrenzen. Dazu gibt es tatsächlich eine ganze Fülle an Studien. In Zeiten des kalten Kriegs experimentierten sogar Militärs der Sowjetunion und der USA mit PSI-Phänomenen. Die Forschungen wurden jedoch mangels militärischer Verwertbarkeit wieder eingestellt. Auch einige Universitäten hatten entsprechende Lehrstühle wie z.B. die Universität Freiburg, die jedoch ihre parapsychologische Fakultät 2001 wieder schloss. Selbst der japanische Konzern Sony hat über 10 Jahre ein entsprechendes Labor betrieben, das jedoch mangels verwertbarer Ergebnisse ebenfalls aufgelöst wurde. Kritiker führen das gerne als Beweis für die Nichtexistenz solcher Phänomene an. Doch der Grund für die Einstellung dieser Aktivitäten lag in der mangelhaften wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Ergebnisse und der allgemeinen Ablehnung seitens der Wissenschaftsgemeinde.

Kritiker liefern die verlässlichsten Beweise

Sehr interessant sind hierzu die Untersuchungen der Statistik Professorin Jessica Utts von der University of California. In umfangreichen Metastudien hat sie zahllose PSI-Experimente unter die Lupe genommen und bei vielen massive methodische Mängel nachgewiesen. In Wikipedia wird sie daher auch im Beitrag zu Parapsychologie als führende Kritikerin experimenteller Ergebnisse genannt. Das Spannende daran ist nun, dass diese durchaus kritische und seriöse Forscherin im Auftrag des US-Kongresses 1996 eine Analyse von Beweisen für übersinnliche Fähigkeiten durchführen sollte. Die Ergebnisse wurden im Journal of Scientific Exploration veröffentlicht (hier gibt es die Studie zum Download). Die wichtigste Kernaussage dieser Studie lautet: „Es scheint wenig sinnvoll zu sein, nur immer mehr Beweise für die Existenz übersinnlicher Fähigkeiten zu sammeln, denn wem die heute vorliegenden Beweise nicht ausreichen, den wird man auch mit noch mehr Beweisen nicht überzeugen können.“

Metaphysik ein Opfer der Marktwirtschaft

Warum dann trotzdem immer wieder die Forschungen eingestellt werden hat einen ganz pragmatischen Grund. Hierzu möchte ich den Sony-Chef Masanobu Sakaguchi zitieren: „Wir haben experimentell nachweisen können, dass PSI-Phänomene existieren, aber wir sehen in absehbarer Zukunft keine Möglichkeit, dieses Wissen für irgendeine praktische Anwendung zu nutzen.“

Zwar ist dieser wissenschaftliche Beweis für übersinnliche Phänomene noch lange kein Beweis dafür, dass hinter diesen Phänomenen ein wie auch immer gearteter, lenkender Geist steht, aber es ist durchaus ein starkes Indiz für die Möglichkeit seiner Existenz.

Wie real ist unser Geist?

Das Wichtigste in Kürze

Obwohl unser Gehirn leistungsfähiger als ein Supercomputer ist, bekommt unser Bewusstsein gerade einmal lächerliche 40 Bit an Fakten pro Sekunde mit. Die einzig wirklich verlässliche Realität ist unser bewusstes Erleben – alles andere, selbst unsere Sinneswahrnehmungen können Täuschung sein. Evolutionär ist Geist nicht nötig, seelenlose Bioroboter würden genügen. Unser Geist ist physikalisch nicht fassbar, er zählt zur Metaphysik. Er kommuniziert in der für alle Wesen verständlichen Ursprache.


Alles nur Einbildung?

Manche Behavioristen, Philosophen und Neurowissenschaftler behaupten, unser Ich, unser bewusstes Erleben sei nichts weiter als die Einbildung unseres Biocomputers Gehirn. Hintergrund ist, dass sich das, was unseren Geist ausmacht, nicht wissenschaftlich messen und erklären lässt. Bei jemand anderem können wir ja auch nicht feststellen, ob er tatsächlich fühlt und empfindet, oder ob er das nur behauptet. Theoretisch könnten wir es ja auch mit einem seelenlosen Computer zu tun haben, der nur so programmiert ist, als ob er fühlen würde. Wir hätten keine Chance das Gegenteil zu beweisen. Hinzu kommt, dass unser Bewusstsein ein winzig kleiner Funke im Vergleich zur Leistungsfähigkeit unseres Gehirns ist.

Unser Gehirn ein Hochleistungsrechner

Unsere Sinne Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten liefern 11 Millionen Bit pro Sekunde an unseren Hochleistungsrechner Gehirn.

Schauen Sie sich folgendes 10-sekündiges Video an, und prägen sich bewusst möglichst viele Details ein, dann beantworten Sie bitte untenstehende Fragen.

Die 10 Sekunden sind um, Ihr Gehirn hat 110 Millionen Bit verarbeitet, das entspricht 13 Megabyte. Das im Video abgebildete Bild hatte 98 Kilobyte, also hätte Ihr Gehirn 137 dieser Bilder problemlos verarbeiten können. Mal schauen, was davon bis zu ihrem Bewusstsein vorgedrungen ist:

Kleiner Bewusstseinstest

Welchen Baustil haben die Säulen?

Säulentypen

Was ist oben auf der Tempelkuppel?
o Kugel
o Tannenzapfen
o Engel
o Blüte

Wie viele Säulen hat der Tempel
o 8
o 10
o 12
o 16

Wie viele Menschen sind auf dem Bild gut zu erkennen?
o keine
o 2
o 4
o 7

Was ist zwischen Kuppel und Säulen
o nichts
o Steinring
o Figurenfries
o Zackenkranz

Sind Sie fertig? Dann scrollen Sie zur Auflösung nach unten.

Auflösung

Welchen Baustil haben die Säulen?
Säulentypen
⊗ Ionisch

Was ist oben auf der Tempelkuppel?
⊗ Tannenzapfen

Wie viele Säulen hat der Tempel
⊗ 10

Wie viele Menschen sind auf dem Bild gut zu erkennen?
⊗ 4

Was ist zwischen Kuppel und Säulen
⊗ Zackenkranz

Leistungsfähiger als jeder Großrechner

Was? Sie haben nicht alle Fragen beantworten können? Was ist denn mit Ihnen los? An Ihrem Gehirn liegt es sicher nicht, das kann tatsächlich 11 Millionen Bit/s verarbeiten. Es ist leistungsfähiger als die meisten Großrechner. Sie können beispielsweise das Gesicht einer bekannten Person rasch in einer Menge erkennen. Kaum ein Großrechner schafft es, diese Aufgabe auch nur annähernd so schnell zu lösen. Während die Spracherkennung von Kundenhotlines nicht einmal einfache Worte versteht, können Sie auf einer lauten Party problemlos einem Gespräch folgen. Amazon setzt immer noch auf manuelle Lagerarbeiter, da sie flexibler und schneller sind, als vollautomatische Systeme.

Unser Bewusstsein bekommt nichts mit

Wo also liegt das Problem? Es ist unser Hochleistungsrechner Gehirn, die wohl komplexeste Struktur im Universum, die unser Bewusstsein gerade einmal mit 40 Bit/s versorgt! Mit anderen Worten 99,9996% aller Sinneswahrnehmungen gehen an unserem Bewusstsein vorbei! Unser Bewusstsein ist gerade mal so viel wie ein Stück Zucker in einer vollen Badewanne. Kein Wunder also, dass Sie die oben gestellte Aufgabe nicht lösen konnten. Und auch kein Wunder, dass Benjamin Libet und die anderen Forscher mit ihren Hirnstrommessungen auf der Suche nach unserem freien Willen gescheitert sind.

40 Bit Bewusstsein, weniger ist nichts!

Es stellt sich die Frage, warum ist unser Bewusstsein nur so ein winziger Hauch? Dazu sollten wir uns einmal vor Augen halten, wie wenig diese 40 Bit überhaupt sind. Der untenstehende Smiley besteht aus 38 Bildpunkten, mehr kann unser Bewusstsein pro Sekunde nicht verarbeiten.
Smiley
An der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns liegt es wie wir gesehen haben nicht. Evolutionär lässt sich das auch nicht erklären. Was soll es für einen Vorteil bringen, dem Bewusstsein, das einem Supercomputer innewohnt, nahezu alle Informationen vorzuenthalten? Das Bewusstsein eines Hundes, eines Wellensittichs oder eines Kalmars wird ebenfalls kaum weniger als 40 Bit/s verarbeiten, denn deutlich weniger ist nichts!

Ein Selbstversuch

Um uns selbst etwas klarer zu werden, ob wir uns unser Ich und diesen winzigen Hauch Bewusstsein nur einbilden oder nicht, wollen wir es mal mit einem Selbstversuch probieren. Am besten suchen Sie sich einen ruhigen, bequemen und abgedunkelten Platz um zu Ruhe und Entspannung zu kommen. Wir wollen uns nun auf eine Phantasiereise in eine andere Welt wagen. Stellen Sie sich vor, dass dort völlig andere Naturgesetze gelten. Alles, was wir in der Schule gelernt haben, hat hier keine Gültigkeit. In dieser Welt regiert eine völlig andere Physik, Chemie und Biologie. Kein Wunder, dass hier unsere Sinne ihre Wirkung verlieren. Sowohl Sehen als auch Hören, Riechen, Tasten, Schmecken selbst das Fühlen bleibt uns versagt. Genauso wie in einem dunklen Floating-Tank in dem wir sanft in körperwarmem Wasser schweben. Es ist so, als würde unser Körper verschwinden, denn ohne Sinne können wir auch nicht spüren, wo die Grenzen unserer Physis sind. In dieser Welt verblassen auch unsere Erfahrungen und Erinnerungen, so wie in einer tiefen Meditation in der wir unseren Geist vollständig leeren. Letztendlich hört auch unser Verstand auf zu arbeiten, denn ohne Erinnerungen und ohne äußere Einflüsse ist da nichts, worüber wir nachdenken können. Und dennoch sind Sie noch da. Als reines Bewusstsein, ohne Werten, ohne Denken, das hellwach den Echos unserer Gedanken lauscht. Das ist ein Zustand den Sie vielleicht sogar schon erlebt haben, kurz vorm Einschlafen, oder morgens, wenn Sie bereits wach sind und dennoch zu müde um auch nur einen Finger zu bewegen oder im Zustand tiefer Meditation. Das, was Sie in so einem Zustand spüren, ist nichts als die reine Essenz Ihres Geistes.

Unser Geist ist die einzig verlässliche Wahrheit

Und diese reine Essenz unseres Geistes ist das einzige auf das Sie sich als absolute Wahrheit verlassen können. Selbst anerkannte Naturgesetze können irren. Denken Sie nur an die Gesetze der Aerodynamik auf die wir uns alle blind verlassen, wenn wir ein Flugzeug betreten. Und dennoch sind diese Gesetze nicht in der Lage, zu erklären, warum die Hummel fliegen kann. Auch unsere Sinne können uns betrügen. Was ist mit all den optischen Täuschungen und Zaubertricks auf die wir hereinfallen? Nicht alles was wir sehen können wir als wahr glauben. Ähnliches gilt für unsere Erinnerungen. Wie viel haben wir aus unserer Kindheit schon vergessen? Wie oft haben wir etwas vergeblich gesucht, obwohl wir uns sicher waren, es an exakt dieser Stelle abgelegt zu haben? Und selbst unser Verstand ist alles andere als zuverlässig. Wie oft mussten wir schon peinlich berührt zugeben, dass wir uns getäuscht haben? Ein paar Bier und schon verändert sich die Wahrnehmung unserer Realität. Ganz zu schweigen davon, was Drogen mit unserem Verstand anrichten können. Und dennoch bleibt etwas an uns unverfälschlich. Es ist die Tatsache unseres individuellen Erlebens. Nur wir sind in der Lage, durch unsere Augen zu sehen, nur wir wohnen diesem Körper inne, nur wir sind es, die gerade diese Zeilen lesen und verstehen. Selbst während des verrücktesten Alptraums der mit uns genau das anstellt, wie die oben beschriebene Phantasiereise, bleibt uns immer noch unser individuelles Erleben. Glauben Sie daher niemandem der Ihnen weismachen möchte, dass eben diese einzig verlässliche Wahrheit ihrer Existenz reine Einbildung sei.

Bewusstes Erleben ist unnötig

Das mag recht spitzfindig klingen, ist es aber nicht. Aus Sicht der Evolution wäre unsere belebte Welt durchaus auch ohne bewusstes Erleben denkbar. Nichts anderes ist eine vollautomatische Fabrik voller Roboter und Computer. Alles was die reine Überlebensfunktion von Mensch und Tier ausmacht, ließe sich durch seelenlose Maschinen ersetzen. Es ist eben diese Fähigkeit zu empfinden, die uns von einer Maschine unterscheidet. Wir können Computer komponieren oder Musikstücke erkennen lassen, doch werden sie nie den Zauber lebendiger Musik empfinden. Nie wird einem Roboter beim Klang einer Arie eine Gänsehaut über den virtuellen Rücken laufen oder ihm gar Tränen in die Kameraaugen treiben. Und das liegt nicht an fehlenden Tränendrüsen sondern an fehlenden Gefühlen. Gefüttert mit allen Daten über einen schönen Sommertag werden Elektronengehirne nie das Strahlen der Sonne erblicken. Genauso wenig wird im seelenlosen Inneren eines Computers das Klappern von Tassen und der Duft von Kaffee und frischen Brötchen einen ganz bestimmten Morgen in einem Pariser Bistro zum Leben erwecken können.

Wo versteckt sich der Geist?

Wieso sind wir so fest davon überzeugt, dass ein Computer nicht in der Lage ist, Musik oder einen Sonnentag zu erleben? Im Universum kennen wir zwei gegensätzliche Prinzipien. Das eine ist Ursache und Wirkung, das andere ist der Zufall. Zu Zeiten der Aufklärung war man der festen Überzeugung, dass es genügen müsste, alle physikalischen Parameter des Universums zu kennen um dann anhand von physikalischen Formeln jede beliebige Zukunft oder Vergangenheit berechnen zu können. Damals gab es noch keine Großrechner und so musste ein Überwesen, der sogenannte Laplacesche Dämon für diese Berechnungen herhalten. Fakt ist aber, solange wir ein System haben, in dem alles ausschließlich nach Ursache und Wirkung abläuft haben wir nichts anderes als ein Uhrwerk. In einem Computer wird ein- und dieselbe Berechnung stets zum gleichen Ergebnis führen. Hier ist kein Platz für das Spontane, das Individuelle, den Geist. Wir haben es mit einer kalten, seelenlosen Maschine zu tun. Es fehlen eben all die Phänomene, die sich nicht mit Formeln beschreiben lassen, wie das Erleben von Individualität, Kreativität und Gefühlen. Heute wissen wir, dass unser Universum kein berechenbares Uhrwerk ist. Es gibt absolut zufällige, nicht kalkulierbare Effekte, die eine solche Berechenbarkeit unmöglich machen. Und genau in diesen zufälligen Prozessen wie z.B. dem weißen Rauschen vermuten heutige Forscher so etwas wie Bewusstsein vorzufinden. Im Global Consciousness Project wird in Princeton seit 1998 anhand von Zufallsgeneratoren versucht, globales Bewusstsein nachzuweisen. Angeblich konnte bei großen emotionalen Vorfällen, wie bei den Anschlägen des 11. Septembers tatsächlich eine Veränderung des weißen Rauschens beobachtet werden.

Die reine Metaphysik

Eines jedoch steht fest, unser individuelles Erleben lässt sich nicht mit den Mitteln der klassischen Physik erklären. Es steht somit außerhalb bzw. jenseits der Physik, auf Griechisch ist das metá phýsis also nichts anderes als Metaphysik. Wenn wir also je Zweifel daran hatten, dass es überhaupt so etwas wie Metaphysik gibt, so ist die Tatsache unseres eigenen bewussten Erlebens der beste Gegenbeweis.

Die Fähigkeit zu erleben ist nichts anderes, als der „göttliche“ Funke, der allem Leben innewohnt.

Welche Sprache spricht der Geist?

Und wenn unser Geist ein „göttlicher“ Funke ist, macht plötzlich auch unser winziger Hauch Bewusstsein Sinn. Statt den allumfassenden Geist, der uns erfüllt, mit unnötigen Details zu überschwemmen, kommen wirklich nur die allerwichtigsten Botschaften an. Doch wie können wir uns diese Botschaften überhaupt vorstellen? Obwohl der obige Smiley nur aus 38 Bildpunkten besteht, kann niemand von uns diese Zahl innerhalb der Sekunde in der wir ihn erfassen ermitteln. Wir müssen zählen oder rechnen. Beides dauert mindestens 10 Sekunden. Anders aber ist es bei den Emotionen die der Smiley ausdrückt, die erkennen wir bereits innerhalb einer zehntel Sekunde.

Noch ein Bewusstseinstest

Offensichtlich funktioniert das Bewusstsein und somit auch unser Geist nicht mit Fakten. Prüfen wir einmal was passiert, wenn wir nicht nach Fakten sondern nach Emotionen, Bildern und Archetypen fragen:

Welche Stimmung herrscht im Bild vor?
o Hektik
o Frieden
o Angst
o Hoffnungslosigkeit

Was ist das für ein Bauwerk?
o Hütte
o Villa
o Tempel
o Hochhaus

Wo steht das Bauwerk?
o Wüste
o Park
o Straßenkreuzung
o am Meer

Welches Wetter hat es?
o Tristes Novemberwetter
o Schnee
o Sonnenschein
o Gewitter

Was für ein Bild ist es?
o Foto
o Ölgemälde
o Kinderzeichnung
o Grafik

Hätten Sie auch nur einen Fehler gemacht? Wohl kaum. Um diese Fragen korrekt beantworten zu können hätte es genügt, das Bild nur Sekundenbruchteile lang anzuschauen.

Der Ursprache auf der Spur

Langsam kommen wir der Sprache des Geistes und somit der Ursprache auf die Spur. Bereits die Bibel macht sich Gedanken, ob es eine gemeinsame Ursprache gab und erklärt die Vielfalt unserer heutigen Sprachen mit der babylonischen Sprachverwirrung. Doch welche Sprache soll das gewesen sein? War es adamitisch, eine eigene Sprache von Adam und Eva? War es das Ägyptisch-Koptische oder Hebräisch? Wohl kaum, es muss eine universale Sprache sein, die auch unser heutiger Geist problemlos versteht! Wir können das direkt an uns selbst erleben. Welche Sprache spricht unser Geist, wenn uns beispielsweise ein Wort nicht einfällt? Wenn wir einen Zusammenhang erklären wollen und uns die Worte fehlen? Würde unser Geist in Worten denken, so käme es nie vor, dass uns selbige fehlen. Bevor wir das, was wir sagen wollen, in Worte fassen ist nämlich die Idee dafür bereits vorhanden. Zu diesem Zeitpunkt ist es eine Sprache der Bilder, der Zusammenhänge und der Gefühle. Der große Philosoph Immanuel Kant, dessen Wortgewalt den heutigen Leser überfordert, trifft es perfekt wenn er sagt: „Es lebe also die Philosophie aus Gefühlen, die uns gerade zur Sache selbst führt!“

Wir beherrschen die Ursprache immer noch

Und das Faszinierende ist, wir können uns mit dieser Ursprache auch heute noch hervorragend verständigen. Laut dem US-amerikanischen Psychologen Albert Mehrabian kommunizieren wir nur zu 7% über den sprachlichen Inhalt, 38% wird über den stimmlichen Ausdruck vermittelt und 55% durch Körpersprache. Natürlich können wir ohne die 7% keine komplexen Inhalte erklären, aber die wichtigsten zwischenmenschlichen Botschaften lassen sich viel besser nonverbal austauschen. Auch wenn wir nicht die Sprache der Tiere sprechen, können wir dennoch ihre Gefühle spüren (fröhlich, zutraulich, traurig, aggressiv) und diese Ursprache ist letztendlich Voraussetzung dafür, dass wir unseren tierischen Freunden etwas begreiflich machen und beibringen können.

Wie fühlt sich eine Formel an?

Offensichtlich sind nicht Worte und Fakten sondern Gefühle und Bilder die Sprache unseres eigenen Bewusstseins und letztendlich der Verbindung hin zum allumfassenden Geist. Selbst das Lösen mathematischer Gleichungen gipfelt in Gefühlen. Ein mathematisch begabter Mensch erfährt dabei Befriedigung, „Er-Lösung“ oder ein stimmiges Gefühl (das Ergebnis stimmt). Jemanden mit Rechenschwäche wird hingegen ein Gefühl von Unsicherheit, Verwirrung oder Hilflosigkeit überkommen.

 

Gibt es überhaupt einen freien Willen?

Das wichtigste in Kürze

Ohne freien Willen gibt es keinen Sinn im Leben. Sowohl göttliche Vorherbestimmung als auch Hirnstrommessungen stellen den freien Willen in Frage. Eigentlich ein Freibrief, uns gehen zu lassen und jegliche Strafverfolgung einzustellen. Doch Vorherbestimmung ist fraglich und Hirnstrommessungen sind nicht Gedanken lesen. Er ist zwar winzig, aber es gibt ihn doch, den freien Willen.


Kein freier Wille, kein Sinn des Lebens

Zunächst stellt sich einmal die Frage, warum müssen wir uns in einem Blog über den Sinn des Lebens überhaupt mit dem freien Willen beschäftigen? Die Antwort ist einfach, weil sich ohne freien Willen die Sinnfrage überhaupt nicht stellt. Wer nach dem Sinn sucht, ist auf der Suche nach einem Grund für sein Handeln. Er will wissen, was soll ich tun, was soll ich unterlassen und vor allem, warum soll ich etwas tun oder unterlassen? Wenn ich aber über keinen freien Willen verfüge, so bin ich zum reinen Zuschauer degradiert, der ohnehin keinen echten Einfluss auf sein Handeln hat. Damit hat sich natürlich auch die Sinnfrage erledigt.

Es gibt Zweifel am freien Willen

Aus unserer Alltagserfahrung heraus ist das natürlich Unsinn. Wir handeln bewusst und sind für unsere Taten verantwortlich. Oder vielleicht doch nicht? Es gibt zwei Gründe, die massive Zweifel an unserem freien Willen wecken. Der eine Grund ist religiöser Natur, der zweite beruht auf neurologischen Studien. Beide kratzen massiv an unserem Bild von freien Willen.

Protagonisten in einem göttlichen Drehbuch

Beim religiösen Grund stellt sich die Frage, in wie weit unser Leben vorherbestimmt ist. Viele Kulturen und Religionen gehen davon aus, dass Gott allwissend und unsere Zukunft, unser Schicksal von Gott vorherbestimmt ist. Die griechische Mythologie ist voll von solchen Fällen der Vorbestimmung, typisch ist die selbsterfüllende Prophezeiung, bei der eben gerade der Versuch, das Schicksal abzuwenden zu seiner Erfüllung führt. Das bekannteste Beispiel ist Ödipus, dessen Eltern vorausgesagt wurde, er würde den Vater erschlagen und seine Mutter heiraten. Um das zu vermeiden sollte das Kind getötet werden. Ödipus aber überlebt und erfüllt viele Jahre später unwissentlich die Prophezeiung. Somit wäre unser freier Wille nichts als pure Einbildung, denn im Falle eines vorherbestimmten Schicksals hätten wir nicht die geringste Chance, etwas zu beeinflussen. Unsere Seele wäre nichts anderes, als ein Zuschauer, der einem Protagonisten innewohnt, der sich nach einem fest vorgegebenen Drehbuch verhält.

Die Hölle als göttliche Farce

Ein Mörder wäre somit gar nicht für seine Handlungen verantwortlich, da er ja nur das tut, was das göttliche Drehbuch von ihm verlangt. Somit wäre es auch eine göttliche Farce, die Seele einer solchen Person in die Hölle zu verdammen, wo sie doch nur das Pech hatte, vom göttlichen Drehbuchautor die Rolle des Mörders zugeteilt zu bekommen. Erschreckend ist bei diesem fatalistischen Ansatz, dass es zum Teil sehr überzeugende Berichte von Hellsichtigkeit gibt. Wenn aber auch nur ein einziger Hellseher in der Lage wäre, tatsächlich in die Zukunft zu blicken, so hieße das, es gibt wirklich eine Vorhersehung und das wäre das Ende des freien Willens.

Nur Zuschauer bei der Show unseres Lebens

Doch was sagen die Naturwissenschaften dazu? Es beruhigt zwar, dass die Existenz der sogenannten Präkognition bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden konnte. Doch dafür verpasst sie unserem freien Willen in ganz anderer Form den Todesstoß. In neurologischen Studien des Physiologen Benjamin Libet konnte 1979 nachgewiesen werden, dass Handlungen, wie beispielsweise der Griff zum Bierglas, die Probanden als bewusste Tätigkeit erlebt haben, in Wirklichkeit von Hirnarealen vorbereitet werden, die nicht der bewussten Steuerung unterliegen. Bereits zehntel Sekunden bevor wir eine Handbewegung ausführen und somit als bewusste Handlung wahrnehmen, entsteht in dem Bereich unseres Gehirns, der für willkürliche Bewegungen verantwortlich ist, ein entsprechendes Bereitschaftspotential, von dem wir bewusst noch gar nichts merken. Libet war von dieser Entdeckung nicht begeistert und entwickelte die Theorie, dass es zumindest möglich ist, in Form einer bewussten Entscheidung ein Veto gegen die unbewusst herbeigeführte Aktion einzulegen. Neuere Experimente von Kühn und Brass deuten aber darauf hin, dass selbst diese Veto-Entscheidungen unbewusst herbeigeführt und erst nachträglich als bewusst empfunden werden. Das würde bedeuten, dass es gar kein bewusstes Handeln gibt, sondern dass das ganze eine Illusion ist, die uns von unserem Gehirn nur vorgegaukelt wird.

Doppelte Bestrafung eines Mörders

Wir sehen also genau das bestätigt, was die Tatsache eines vorgegebenen Schicksals zur Folge hätte. Wir wären nichts anderes als Fernsehzuschauer, die nicht in die Handlung eingreifen können. Das würde letztendlich bedeuten, dass unsere Seele auf ein reines Zuschauerdasein im Inneren unseres Körpers verdammt wäre. Somit würde im Falle eines Mörders seine Seele doppelt bestraft. Zum einen dadurch, dass sie das Pech hat, in dem Körper eines solchen Monsters hilflos seinen Taten beiwohnen zu müssen und zum anderen durch die Justiz, die durch Gefängnis oder gar die Todesstrafe dieser ohnehin gequälten Seele auch noch weiteres Leid zufügt.

Das Ende des Sinns des Lebens

Egal, ob wir nun dem Problem aufgrund unserer religiösen Überzeugung oder aus neurologischer Sicht begegnen, bekommen wir dadurch ein massives Problem. Die Frage nach dem Sinn des Lebens können wir getrost vergessen. Am besten wir stellen unsere Suche danach und unser Streben nach einem besseren Leben ein. Beides ist doch ohnehin sinn- und wirkungslos. Wir können uns also ganz bequem zurücklehnen und zuschauen, was die göttliche Vorsehung bzw. der unterbewusste Showmaster in unserem Gehirn noch so alles für uns parat hält. Manche nennen das Fatalismus, andere schulterzuckend Kismet. Das einzige, was vielleicht noch Sinn macht, ist gegen jegliches Strafrecht anzukämpfen, denn aus diesem Betrachterstandpunkt ist kein Täter schuldfähig.

 Wir spüren, wenn wir nicht frei entscheiden

Ich hoffe, dass spätestens jetzt nicht nur Juristen sondern alle meine Leser laut protestieren. Denn das widerspricht ganz und gar unserem Erleben. Denn es gibt einen ganz klaren Unterschied zwischen einem Leben mit bewussten Entscheidungen und einem sich völlig gehen zu lassen. Ja, jeder von uns kennt die Tage in denen wir antriebslos dahintreiben und nicht Herr im eigenen Haus sind. Dabei merken wir sehr genau, wann es so weit ist, dass wir eine Entscheidung nicht aus freien Stücken getroffen haben, sondern weil wir widerstandslos das tun, was jemand anderes von uns erwartet oder wir willfährig unseren Trieben folgen. Keiner von uns hat ständig das Gefühl, nach einem fremden Willen zu handeln. Von daher kann ich weder die Sicht der Neurologen uneingeschränkt teilen, noch glaube ich an eine unumkehrbare göttliche Vorhersehung. Hinzu kommt, dass die Quantenphysik mit ihren absolut zufälligen Quantenentscheidungen der Vorstellung einer vorherbestimmten Zukunft widerspricht.

Auch Menschen können in die Zukunft blicken

Aber was ist dann mit all den Visionen und Vorhersagen, die zum Teil wirklich zugetroffen sind und für die es keine Erklärung gibt? Auch wenn es nicht unbedingt für einen wissenschaftlichen Nachweis taugt, glaube ich nicht unbedingt an Betrug oder Einbildung. Immerhin ist eine Prognose zukünftiger Ereignisse auch für uns Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich. Zwar kann niemand 12 Monate im Vorhinein prognostizieren, an welchem Ort sich irgendein beliebiger Mensch genau befinden wird und was er dort tut. Dennoch können wir mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit voraussagen, dass im nächsten Jahr der Bürgermeister von München pünktlich um 12 Uhr am ersten Samstag der Wies‘n ein Bierfass anzapfen wird und die erste Maß dem Bayerischen Ministerpräsidenten mit den Worten „O’zapft is!“ überreicht. Das ist natürlich keine Leistung, da es sich um ein Ereignis handelt, das auf einem festen Termin beruht, der durch bewusstes Handeln von uns Menschen herbeigeführt wird.

Hellsehen ganz ohne Filmrolle

Aber es gibt auch Prognosen, wie beispielsweise das Auftreten von Sonnen- und Mondfinsternissen, die aufgrund der zeitlichen Konstanz und Stabilität kosmischer Prozesse extrem langfristig und mit hoher Wahrscheinlichkeit angestellt werden können. Und selbst so chaotische Prozesse wie das Wetter lassen sich mittlerweile Wochen im Voraus vorhersagen. Meines Erachtens ist es also prinzipiell denkbar, dass ein spirituell begabtes Medium einzelne zukünftige Ereignisse treffend vorhersagen kann. Denn wenn wir Menschen bereits in der Lage sind, die Zukunft gemäß unserer Terminplanungen zu steuern, bzw. komplexe Abläufe langfristig vorherzuberechnen, sollte das auch einer höheren geistigen Macht möglich sein, ohne dass deswegen gleich jede beliebige Zukunft wie auf einer Filmrolle bereits vorbestimmt sein muss.

Selbst Fernsehzuschauer können umschalten

Was die Versuche von Libet anbelangt müssen wir ganz klar zugeben, dass viele unserer Handlungen rein unbewusst ablaufen. Wahrscheinlich weit über 90 Prozent. Wenn Sie morgens mit dem Auto in die Arbeit fahren, können Sie davon ausgehen, dass alle Ihre Handgriffe Routine sind. Vom Einsteigen über das Spiel zwischen Gas, Kupplung und Bremse und selbst das Finden des richtigen Weges sind Abläufe, die unbewusst funktionieren. Nicht umsonst sind Sie auch in der Lage, während Sie das alles tun, unabhängig davon bewusste Gedankengänge zu formulieren und Gespräche zu führen. Oft sind bewusste Entscheidungen nur ein kurzes Aufblitzen mit dem ein ganzes Programm unbewusster Handlungen gestartet wird. Das ist vergleichbar mit unserem Fernsehzuschauer, der zwar keine Verantwortung für den Verlauf eines Filmes trägt, aber dafür, welchen Film er sich anschaut. Durch Umschalten kann er sehr wohl beeinflussen, welcher Art sein Erleben eines Fernsehabends ist. Er trägt also die Entscheidung, ob er sich einen Horror- oder einen Liebesfilm ansieht. Hier setzt ja auch Libet mit seiner Idee eines bewussten Vetos an. Ähnlich ist es mit unserem Autofahrer. Auch wenn er kaum bewusst unter Kontrolle hat, wann und wie er anfährt, so obliegt es dennoch seiner bewussten Entscheidung, nicht in die Arbeit zu fahren, und stattdessen einen Ausflug in die Berge zu unternehmen.

Hirnströme messen ist nicht Gedanken lesen

Doch warum kommen dann Kühn und Brass zum Ergebnis, dass selbst dem bewussten Veto noch unbewusste geistige Aktivitäten vorausgehen? Zunächst müssen wir bedenken, dass weder Libet noch Kühn und Brass in der Lage sind, Gedanken zu lesen. Sie können lediglich nachvollziehen, an welcher Stelle im Gehirn zu welchem Zeitpunkt Aktivitäten ablaufen und ab wann wir bewusst davon Kenntnis haben. Nun ist aber die Komplexität unseres Denkens und die der damit verbundenen Hirnstrukturen gewaltig. Die Vorbereitung und Durchführung einer aktiven Handlung umfasst zahlreiche Ebenen unseres Geistes und Areale unseres Gehirns. Damit wir überhaupt merken, dass es etwas zu entscheiden gibt, sind zum Teil umfangreiche Vorarbeiten nötig, die sich natürlich über Hirnströme messen lassen. So etwas lässt sich nicht mit einem so simplen Beispiel, wie dem Fernsehschauen vergleichen.

Komplex wie der Bau von Straßentunneln

Was bei einem geistigen Veto abgeht, dürfte eher der Entscheidung entsprechen, einen neuen Straßentunnel zu bauen. Da ist es auch nicht so, dass eines Morgens der verantwortliche Bürgermeister aufwacht und sich denkt: „Ach heute hätte ich Lust, einen Tunnel bauen zu lassen.“ Meist treten Betroffene, wie z.B. die Anwohner an die Entscheider heran und fordern, dass gegen Lärm und Stau etwas getan werden muss. In der Regel passiert erst einmal gar nichts, doch kurz vor den Wahlen erinnert sich die Politik daran, dass es in der Gegend ja noch Wähler gibt, die es zu überzeugen gilt. Also wird nach einigem Hin und Her in den entsprechenden Ausschüssen eine Studie beauftragt, was man gegen den Stau am besten unternehmen könnte. Unter zahlreichen Optionen gibt es da auch den Tunnel. Für die Anwohner die beste, für die Stadt die teuerste Lösung. Deshalb wird erst einmal versucht, eine billigere Alternative durchzudrücken, gegen die es aber aus den verschiedensten Ecken Widerstand gibt. Irgendwann ist es dann so weit, das Geld und die Bereitschaft für den Bau des Tunnels ist da, eine entsprechende Entscheidung wird im Stadtrat getroffen. Doch dann beginnen erst einmal die Planfeststellungsverfahren bis tatsächlich die Baugenehmigung erteilt ist. Zwischen dem ersten Bürgerbegehren und dem ersten Spatenstich vergehen bei Großprojekten somit zum Teil Jahrzehnte.

Die Verantwortlichen tun mal wieder nichts

Zählen wir nun nur die Aktivitäten der an der Bauentscheidung Beteiligten – und nichts anderes tun Libet, Kühn und Brass mit der Messung von Nervenaktivitäten – so müssen wir feststellen, dass der offiziell für die Entscheidung verantwortliche Bürgermeister derjenige ist, der am wenigsten involviert ist. Während die betroffenen Bürger massenhaft Sturm laufen, die beauftragten Planer und Gutachter monatelang Konzepte erarbeiten und bewerten, die Planungsausschüsse sich die Köpfe heißdiskutieren tut der Bürgermeister unter Umständen gar nichts, solange die Ergebnisse dieser Vorarbeiten seinen eigenen Vorstellungen entsprechen. Dennoch ist am Ende er es, der für den Tunnelbau verantwortlich ist. Wäre er aus Überzeugung dagegen gewesen, hätte er das Projekt verhindern können. Und auch hier wäre dem bewussten Veto eine ganze Reihe von Sitzungen vorangegangen, in denen dem Bürgermeister ein Gegenvorschlag unterbreitet worden wäre.

Und es gibt ihn dennoch, den freien Willen

Und genauso laufen die wirklich wichtigen Entscheidungen in unserem Leben ab. Unsere Triebe, unsere Komplexe, gesellschaftliche Zwänge, Werbung, Befehle und noch viele andere Einflussfaktoren starten Entscheidungsprozesse, die wir nur zum Teil bewusst beobachten. Wenn wir sie billigen, oder es uns innerlich nicht wichtig ist, lassen wir die Automatismen ablaufen ohne einzugreifen. Egal, ob das der Griff zur Zigarette, ist, obwohl wir eigentlich mit dem Rauchen aufhören wollten oder das Verlangen, die Pistole sinken zu lassen, weil wir Skrupel haben, jemanden zu ermorden. Wenn wir es wirklich wollen, werden wir aber die Zigarette entgegen unseres Verlangens zurückstecken und wir werden trotz massiver innerer Hemmschwellen die Pistole abfeuern. Somit verfügen wir trotz vieler neurologischer Automatismen tatsächlich über einen freien Willen, der sowohl für die bewussten Taten als auch für das bewusste Unterlassen einer Handlung die Verantwortung trägt.

Die Größe des freien Willens wird überschätzt

Es stellt sich nun nur noch die Frage, wie groß ist der bewusste Anteil bei diesen Entscheidungen, wie groß ist unser freier Wille? Meines Erachtens ist er winzig. Auch hier kommt wohl das Beispiel des Bürgermeisters einer Großstadt der geistigen Realität am nächsten. Nur im allerseltensten Fall gibt es ein bewusstes Einschreiten. Je älter wir werden, desto besser passen die Automatismen zu unseren Überzeugungen. Warum also aktiv einschreiten, wenn die Referate einer eingespielten Stadtregierung ohnehin genau das tun, was das Stadtoberhaupt wünscht? Diese Annahme stimmt übrigens auch hervorragend mit den Mechanismen überein, wie ein metaphysischer Geist überhaupt mit unserem Körper kommunizieren kann. Dazu mehr in den beiden Beiträgen „Wie kann der Geist unseren Körper beeinflussen?“ und „Wie können wir mit dem allumfassenden Geist kommunizieren?“..

Was ist unser Problem mit Gott?

Das Wichtigste in Kürze

Die Naturwissenschaftler der Aufklärung vertrieben uns aus dem Paradies naiver Gottgläubigkeit. Gott ist ein Tabuthema geworden, obwohl wir zu ca. 70 % einer Religion angehören. Heute sind Glaube und Wissenschaft jedoch nicht mehr so unvereinbar wie vor 200 Jahren.


Was ist unser Problem mit dem Glauben?

Warum fällt es so schwer, im Alltag über Gott zu sprechen? Sind wir denn alle bereits Atheisten? Eigentlich nicht, 85 Prozent der Menschheit gehören einer Religion an. In Deutschland sind zwar ‚nur‘ 66 Prozent Mitglied einer Glaubensgemeinschaft, aber das bedeutet nicht, dass die 34 Prozent der Konfessionslosen alle auch gleich überzeugte Atheisten sind. Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass sich gerade bei den Besuchern meines Blogs, viele aus dieser Gruppe der Konfessionslosen befinden. Denn gerade von denen sind viele auf der Suche nach überzeugenden Antworten, die sie bei den großen Religionen nicht finden.

Wir sind Vertriebene aus dem Paradies

Der Grund ist einfach. Spätestens seit Galileo haben sich Religion und Wissenschaft voneinander abgespalten und bescheren uns das Paradoxon zweier widersprüchlicher Weltbilder. Früher waren Glaube und erlebte Realität eins, bis wir vom Baum der Erkenntnis aßen! Die Aufklärung befreite uns vom Joch der Kirche. Wir müssen uns vor keiner Hölle mehr fürchten. Wir müssen keinem strengen, jähzornigen Gott mehr dienen. Die Wissenschaften liefern nun alle Erklärungen. Doch der Preis für diese Freiheiten ist eine Vertreibung aus einem Paradies kindlicher Glückseligkeit. Kopernikus vertrieb uns vom Mittelpunkt der Welt. Newton nahm uns die Mysterien der Natur. Darwin nahm uns den Glauben an eine Schöpfung und vertrieb uns als Krone der Schöpfung. Nitsche erklärte Gott für tot. Libet nahm uns den freien Willen (siehe dazu den Beitrag „Gibt es überhaupt einen freien Willen? “). Und die Behavioristen nahmen uns letztendlich auch noch die Seele.

Was schert uns die Vernunft?

Beide Seiten machen es sich seit Galileo sehr einfach. Die Kirchen beschränken sich auf Religiöses und Jenseitiges. Statt dass die Religionen versucht hätten, ihre Lehren an die neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaften anzupassen, beharren sie auf die absolute Gültigkeit uralter Schriften und Dogmen. So, als ob deren meist unbekannte Autoren vor mehreren tausend Jahren Zugang zur absoluten Wahrheit hatten, der uns heute verwehrt ist. Die Dogmen stehen über der Vernunft und wissenschaftlichen Beweisen. Das ist verdammt bequem und durchaus erfolgreich, wie die katholische Kirche zeigt. Immerhin hat sie es geschafft, mittelalterliche Staatsstrukturen und Zeremonien bis in die heutige Zeit hinüberzuretten.

Gott ist tabu

Aber auch die Wissenschaften haben es sich bequem gemacht. Sie haben einfach die Hypothese Gott aus ihren Modellen verbannt. Es ist heute überhaupt kein Problem, in einem Wissenschaftsforum abenteuerlichste Theorien über Paralleluniversen zu diskutieren, die bei jeder winzigen Quantenentscheidung neu hinzukommen. Dass diese Theorien gegen jede Vernunft und noch gnadenloser gegen den ersten Hauptsatz der Thermodynamik verstoßen, also dem Gesetz, dass von nichts nichts kommen kann, wird dabei meist großzügig übergangen. Aber wehe ein Teilnehmer wagt es, in einem durchaus logischen Zusammenhang das Wörtchen Gott zu posten, so bricht ein unglaublicher Shitstorm über ihn hinweg. Er wird sofort als Spinner oder gar als Kreationist beschimpft, der in einem solchen Forum nichts verloren hat. Auch diese Position ist verdammt bequem, denn sie lässt uns hilflos zwischen diesen beiden Welten von Glauben und Wissenschaft zurück und jeder muss für sich selbst schauen, wie er damit klar kommt.

Wir können das Glauben nicht lassen

Und da stehen wir nun, vertrieben aus dem Paradies, versuchen unser mystisches Verlangen wie eine schlechte Gewohnheit zu unterdrücken und sehnen uns doch so sehr nach einem Sinn im Leben. Wir feiern religiöse Feste wie Weihnachten, Hochzeit, Taufe, Tod. Wir verlangen nach Gewissensberuhigung durch Kirchgang, Spenden und Beichte. Und nehmen in Krisensituationen nur zu gerne seelische Notfallhilfe in Form von Gebet und Seelsorge in Anspruch. Letztendlich sind wir wie Scheidungskinder, gefangen zwischen zwei widersprüchlichen Welten.

Wonach wir uns sehnen, ist die von uns erlebte Realtität,  die beide Elemente umfasst, das des Glaubens und das der Naturwissenschaften, widerspruchsfrei zu vereinen.

Warum Geist statt Gott?

Warum spreche ich in diesem Blog trotzdem nicht von Gott sondern stets von Geist? Gott ist ein Privileg der Religionen. Jede Kultur verbindet Gott ist mit anderen Eigenschaften, Überlieferungen und Hoffnungen aber auch mit Furcht und Tabus. Gott ist eine Frage des Glaubens und ist viel mehr, als was wir mit Logik, Indizien und naturwissenschaftlicher Beweisführung herausfinden können.

Der Geist hingegen ist ein Phänomen, das wir selbst empfinden und dem wir uns empirisch annähern können. Ich möchte mich daher auf das beschränken, worüber wir sachliche Aussagen treffen können. Was darüber hinausgeht ist und bleibt dem Glauben und den Religionen vorbehalten. Dennoch bewege ich mich bereits damit in einer Grauzone, die die meisten Wissenschaftler am liebsten ausblenden würden.

Gibt es einen Sinn ohne höheres Wesen?

Das Wichtigste in Kürze

Freiheit ohne Verpflichtungen führt zu Sinnlosigkeit. Aber auch vieles, was für uns Sinn macht, schadet anderen. Eine Aufgabe, für die wir bereit wären zu sterben, kann uns erfüllen aber auch Terror bedeuten. Benötigen wir also wieder die Hypothese Gott um unseren Sinn zu finden?


Das Ende der Sinnkette

Oft wird Sinn mit dem Nutzen für andere interpretiert. Ein Stein macht aus Sicht von uns Menschen Sinn als Bestandteil für ein Haus, für ein Kunstwerk oder für ein Werkzeug. Nur solche Tiere machen aus unserer Sicht Sinn, wenn sie uns Nahrung liefern, uns oder der (nützlichen) Natur mit ihrer Arbeitskraft helfen, oder uns in irgend einer Weise erfreuen. Bedeutet das also, dass wir nur dann einen Sinn haben, wenn wir für die Familie, für die Gesellschaft, für die Natur von Nutzen sind? Im Umkehrschluss würde das bedeuten, wer die absolute Freiheit sucht, wer also niemandem dient, hat keinen Sinn mehr. Oder auf Tiere bezogen, Tiere, die zu nichts nutzen kann man getrost ausrotten?! Doch wer bewertet, was oder wer nützlich bzw. unnütz ist? Im dritten Reich haben das ein paar ganz Schlaue versucht und das ist mächtig in die Hose gegangen!

Wozu also die ganze Sinnsuche?

Würden wir diese Sinnkette weiterspinnen, so hätten wir also nur dann einen Sinn, wenn wir uns zum willfährigen Werkzeug eines höheren Wesen (Gott?) machen würden. Wer frei sein möchte, braucht weder einen gebieterischen Gott noch einen Lebenssinn. Doch was bedeutet absolute Freiheit? Bedeutet das, sich gehen zu lassen? Nur noch das zu tun, wozu wir Lust haben? Aber selbst wer sich gehen lässt, ist Diener, ja sogar Sklave. Er ist Diener der Evolution, Sklave seiner Triebe, die unseren Geist zum hilflosen Zuschauer degradieren. Statt also aus der Lust Befriedigung zu ziehen, erfüllt uns ein solches, ungebremst freies Leben mit einem schalen Gefühl der Selbstverachtung. Alles erscheint uns langweilig und sinnlos. Frei sein bedeutet, den freien Willen zu nutzen und seinen Geist zum Herrn im eigenen Haus zu erheben.

Was macht denn überhaupt Sinn?

Doch ohne den Sinn des Lebens zu kennen, geht all unser Streben in die Irre. Was ist richtig, was ist falsch? Macht es Sinn, sich auf seine berufliche Karriere zu konzentrieren, wo man doch schon bei der nächsten Umorganisation auf der Straße stehen kann? Macht es Sinn, möglichst viel Geld anzuhäufen, um später damit (vielleicht) Gutes zu tun? Macht es Sinn, Kinder zu zeugen, wo doch unsere Welt bereits hoffnungslos überbevölkert ist und wir unsere Kinder in eine düstere Zukunft entlassen? Macht es Sinn, sich ganz auf die eigene Familie zu fokussieren, wo wir doch heutzutage Ehepartner oft schneller wechseln wie unsere Wohnung? Macht es Sinn, neue Technologien zu ersinnen, wo wir doch mit all unserer Technik nur noch mehr von unserer Umwelt zerstören? Macht es Sinn, sich für Tiere und Umwelt einzusetzen, wo das doch ohnehin ein hoffnungsloser Kampf gegen Windmühlen ist? Macht es Sinn, sich sozial zu engagieren, wo es doch so viele Sozialschmarotzer gibt und niemand bereit ist, unser Engagement wertzuschätzen oder gar zu bezahlen? Macht es Sinn, sich brav an alle Gesetze und Spielregeln zu halten, wo doch so viele Reiche und Mächtige nur dadurch zu Reichtum und Macht gekommen sind, indem sie sich einen Dreck um all die Spielregeln gekümmert haben?

Sinn hängt vom Betrachterstandpunkt ab

Fakt ist, Sinn ist relativ. Was für uns selbst Sinn macht (z.B. eine Weltumsegelung mit Freunden), macht für unsere Familie keinen Sinn. Was für unsere Familie Sinn macht (z.B. mehr bezahlten Urlaub), macht für unseren Arbeitgeber keinen Sinn. Was für unseren Arbeitgeber Sinn macht (z.B. eine neue Fabrik), macht für die Umwelt keinen Sinn. Was für die Umwelt Sinn macht (z.B. Abschalten aller Fabriken), macht für die Menschheit keinen Sinn. Leider müssen wir Menschen zugeben, dass es für Mutter Natur ohne uns wohl um einiges besser bestellt wäre.

Der Tod als Sinnstifter?

Gewiss ist nur, dass wir für unser Leben mit dem Tod bezahlen müssen. Wer aber will für etwas sterben, für das er nicht einmal mit Überzeugung gelebt hat? Geld, Karriere und Luxus sind zwar erstrebenswert, aber sind wir bereit, dafür auch zu sterben? Wer bereit ist, sein Leben für seine Ziele zu opfern, der hat für sich persönlich den Sinn des Lebens gefunden.

Ein hochgefährlicher Lebenssinn

Lange Zeit glaubte ich, damit die ultimative Antwort auf die Sinnfrage gefunden zu haben. Doch spätestens nach dem 11. September 2001 und ganz aktuell seit dem absichtlichen Absturz des Germanwings-Flug 4U9525 wurde mir bewusst, dass die Bereitschaft, sein Leben für seine Ziele zu opfern, durchaus auch von etwas völlig Bösem, Sinnlosem getrieben sein kann.

Ohne Gott vielleicht doch kein Sinn?

Letztendlich läuft es also doch wieder auf die Frage hinaus, gibt es da noch etwas, das über uns steht, etwas, das unserem Leben einen tieferen Sinn verleiht? Mit anderen Worten, macht es vielleicht doch Sinn, sich wieder mit der leidigen Hypothese Gott zu beschäftigen? Ich möchte mich in diesem Blog nicht auf Gott und schon gar nicht auf einen bestimmten Gott festlegen. Warum das so ist erkläre ich im nächsten Beitrag „Was ist unser Problem mit Gott?“.

Lässt sich die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten?

Das Wichtigste in Kürze

Wir haben unseren Sinn verloren, was besonders bei unserem Konsumverhalten deutlich wird. Doch ist Sinnsuche nicht nur was für Spinner. Neueste Forschungsergebnisse erlauben uns heute tatsächlich der Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens so nahe zu kommen wie vielleicht noch nie zuvor.


Ganze Bibliotheken kann man mit den Büchern über die Sinnsuche füllen, doch die Antworten  sind meist nur unverfängliche Allgemeinplätze, fanatische Extrembotschaften oder völliger Blödsinn. Ist also die Suche nach dem Sinn des Lebens reine Zeitverschwendung, wenn doch ganze Generationen an der Antwort gescheitert sind?

Wir haben den Sinn verloren

In den Zeiten tiefer Gottgläubigkeit war es noch anders. Da war der Sinn des Lebens, ein gottgefälliges Leben zu führen, wobei die Kirche definierte, was gottgefällig und was Ketzerei war. Doch mit der Aufklärung fand auch eine Vertreibung aus dem Paradies naiver Religiosität statt. Und ohne einen Gott, dem wir zur dienen haben, haben wir auch unseren Sinn verloren. Das merken wir spätestens bei unserem allabendlichen Fernsehkonsum: wir ergötzen uns daran, wie ein tumbes, sonnengebräuntes Millionärspärchen völlig sinnlos sein Geld verprasst, wir blicken in den Nachrichten Tag für Tag dem Grauen in Form von Terror, Krieg, Hunger und Katastrophen in die Augen um uns anschließend mit ein bisschen Sterben bei einem Krimi oder Actionfilm zu zerstreuen. All das ist Gesprächsstoff, über den wir uns auch gerne mal in der Mittagspause mit Kollegen unterhalten.

Sinnsuche, nur was für Spinner?

Wehe aber, einer dieser Kollegen bringt dabei Themen, wie den Sinn des Lebens oder gar Gott zur Sprache, dann ist uns das mehr als nur suspekt. Wir gehen auf Distanz, denn vielleicht ist der ja ein Spinner, ein religiöser Fanatiker oder gar ein Sektierer, der uns für Scientology anwerben möchte? Doch ich kann Sie beruhigen, die Suche nach dem wahren Sinn des Lebens liefert Antworten, mit denen diese Herrschaften so gar nicht glücklich werden.

Gibt es sie wirklich, die Antwort?

Denn um die Eingangsfrage zu beantworten: Letztendlich muss jeder selbst seine Antwort auf die Frage nach dem Sinn seines Lebens finden. Aber zumindest ist es heute weit eher möglich, die Frage nach dem Sinn des Lebens zu beantworten, als noch vor 100 Jahren. Die Antwort ergibt sich aus einer ganzen Reihe von Teilantworten auf die großen Fragen des Lebens. Viele dieser Antworten sind schon seit langem vorhanden, doch sie sind versteckt zwischen Mythen, Dogmen und längst widerlegten Lehren. So gilt es, diese Puzzleteile zu entdecken und zu einem Gesamtbild – oder wie es so schön neudeutsch heißt – zu einem Big Picture zusammenzufassen. Spannend wird es da, wo Puzzleteile fehlen. Manches lässt sich mit Mitteln der Vernunft lösen und vieles erst durch neueste Forschungsergebnisse aus Teilchenphysik, Neurowissenschaften und Zellbiologie.

Sinnsuche, spannender als jeder Krimi

In diesem Blog, möchte ich Sie auf die wohl spannendste Reise Ihres Lebens mitnehmen. Aber ich muss Sie auch warnen, denn am Ende dieser Reise wird die Welt für Sie nicht mehr dieselbe sein.

Aber keine Angst, diese Reise könnte für Sie vielleicht sogar zu einer Rückkehr in ein längst verloren geglaubtes Paradies werden. Ich wünsche Ihnen nun viel Vergnügen und eine angenehme Reise.

Andreas Varesi