Gibt es eine metaphysische Welt?

Das Wichtigste in Kürze

Trotz der bisherigen Argumente für eine metaphysische Welt, passt sie so gar nicht zu unseren Schulweisheiten und unserer Alltagserfahrung. Doch gerade die Physik mit Atom-, Quanten- und Astrophysik liefert die überzeugendsten Belege für die Existenz einer metaphysischen Welt.


 Entgegen aller Schulweisheit

Wie in den Beiträgen zur Wirkung von Gebeten, zur Realität unseres eigenen Geistes und zu übersinnlichen Phänomenen bereits ausführlich beschrieben, gibt es offensichtlich tatsächlich so etwas wie eine metaphysische Welt, die über die der Physik hinausgeht. Oder um es mit Shakespeare zu sagen: „Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt“.

Doch tun wir uns immer noch schwer mit diesem Gedanken an die Existenz einer metaphysischen Welt. Die drei oben genannten Beispiele passen eben so gar nicht zu unseren Schulweisheiten, bei denen seit Shakespeare das Metaphysische sicher nicht mehr geworden, sondern gänzlich verschwunden ist. Und auch zu unserer Alltagserfahrung passen sie genauso wenig, denn die ist nüchtern, materiell und völlig frei von Übersinnlichem. Und selbst die Tatsache, dass sich unser Geist nicht mit den Naturwissenschaften erklären lässt, überzeugt uns nur wenig, denn er ist zu selbstverständlich, zu natürlich, zu alltäglich.

Die Physik liefert die Argumente

Ironischer Weise stammen die überzeugendsten Argumente für die Existenz einer metaphysischen Welt von den Naturwissenschaften, die seit Galileo alles daran gesetzt hatten, die Menschheit aus dieser naiven Welt des Aberglaubens zu vertreiben. Und hier sind es gleich drei Disziplinen, die die Türe wieder aufstoßen hin zur Metaphysik.

Es gibt keine feste Materie

Die erste Disziplin ist die Atomphysik. Lange Zeit war man der Überzeugung, mit den Atomen die letzten Grundbausteine der Materie entdeckt zu haben. Es galt das Bild von kleinen Billardkugeln, den Protonen, Neutronen und Elektronen, die sich wunderbar mit unserer Vorstellung einer materiellen Welt von Ursache und Wirkung vereinbaren ließen. Doch bald schon zeigte sich, dass auch diese Grundbausteine teilbar sind und sich so gar nicht wie feste Teilchen verhalten. Der Physiker Louis de Broglie fand heraus, dass der Welle-Teilchen-Dualismus auf jegliche Materie anzuwenden ist. Mit anderen Worten, das was wir als feste Materie erleben, sind in Wirklichkeit stehende Wellen im Raum, deren Verhalten nicht mehr deterministisch sondern nur noch nach Wahrscheinlichkeiten zu beschreiben ist.

Das Ende von Ursache und Wirkung

Hieraus ging die zweite Disziplin, die Quantenphysik hervor, die unsere gesamte Vorstellung von einer greifbaren und mit Ursache und Wirkung beschreibbaren Welt über den Haufen wirft. Auch wenn die Schulphysik so ihre Probleme mit der Quantentheorie hat, die Esoteriker haben sie begeistert aufgenommen und zahllose Ansätze wie z.B. Quantenheilung oder Quantenintelligenz entwickelt. Nicht alle dieser Ansätze sind seriös und so hat mit ihnen die Quantenphysik einen zweifelhaften Beigeschmack erhalten. Im Beitrag „Wo ist der Übergang von Physik zu Metaphysik?“ werde ich mich daher etwas ausführlicher den wissenschaftlich erwiesenen Phänomenen der Quantenmechanik widmen.

Unsere bekannte Welt ist die Ausnahme

Doch nicht nur im Allerkleinsten, sondern auch im Allergrößten stößt die Physik an ihre Grenzen. Es ist die Astrophysik, die uns am eindrucksvollsten aufzeigt, wie wenig wir tatsächlich über die wahre Natur der Dinge wissen. Unser Schulwissen vermittelt uns den Eindruck, dass wir mit den Naturwissenschaften 99 Prozent der realen Welt hinlänglich genau beschreiben können und die Lösung des letzten Prozents nur noch eine Frage der Zeit ist. Doch ganz das Gegenteil ist der Fall. Unsere Naturwissenschaften beschreiben nämlich nur die Welt der bekannten Materie, doch die ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Sie hat nämlich weniger als 5 Prozent Anteil an der Masse und Energie unseres Universums, der stattliche Rest von über 95 Prozent sind dunkle Materie und dunkle Energie. Beides konnte anhand von Gravitationseffekten nachgewiesen werden, doch was sich genau dahinter verbirgt ist uns noch völlig unbekannt.

Wohnen hier die Drachen?

Von daher können wir die Existenz einer Welt des Nichtmateriellen, nämlich eine Welt des Geistigen, des Metaphysischen als bewiesen ansehen. Doch es ist sehr schwer Aussagen über diese Welt zu treffen. Der reine Nachweis ihrer Existenz, sagt noch nichts über ihre Natur aus. Wir sollten nicht den Fehler begehen und das sofort auch als Beleg für die Existenz von Fabelwesen, Engeln oder Magie anzusehen.

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